Die Bayreuther Festspiele starten diesen Sommer mit Highlights wie „Parsifal“ und Neuinszenierung der „Meistersinger von Nürnberg“

Die Bayreuther Festspiele starten ab 25.7. mit ihrem Sommerspielplan und begeistern jährlich hunderte von Besuchern. Die Richard-Wagner-Festspiele werden mit der Neuproduktion der „Meistersinger von Nürnberg“ erstmals unter der Regie von Barrie Koski eröffnet. Vom Grünen Hügel Bayreuths werden seit 1876 die Richard-Wagner Opern inszeniert. Die Uraufführung des berühmten „Parsifal“ fand in Bayreuth bereits 1882 statt.

Die Eröffnungspremieren werden von einigen Radiosendern live übertragen. Klassikfans, Regisseure, Kritiker, Dirigenten und Darsteller sorgen mit Ihrem Engagement, Interesse und Neuinszenierungen der Richard-Wagner Aufführungen für eine spektakuläre Festspielzeit. Der diesjährige Spielplan läuft von 25.7. bis 28.8.2017.

Das Klassikprogramm der Bayreuther Festspiele umfasst dieses Jahr u.a. Highlights wie:

Die Meistersinger: Dirigent: Philippe Jourdan, Regie: Barrie Kosky

Parsifal: Dirigent: Hartmut Haenchen, Regie: Uwe Eric Laufenberg

Tristan du Isolde: Dirigent: Christian Thielemann, Regie: Katharina Wagner

Der Ring des Nibelungen: Dirigent: Marek Janowski, Regie: Frank Castorf

Zu erwähnen ist, dass die Bayreuther Festspiele bis heute von der Familie Wagner geleitet werden. Katharina Wagner sorgt auch 2017 für die Leitung des Klassik-Festivals.

Die Geschichte von Richard Wagner und seiner „Festspielidee“

Bildergebnis für Richard Wagner

Die Entstehung der Bayreuther Festspiele:

Richard Wagner, 1813 in Leipzig geboren, sammelte seine ersten Erfahrungen der klassischen Szene in Königsberg, Riga und Magdeburg. 1846 stieg er bereits zum königlich sächsischen Hofkapellmeister auf, in dieser Zeit fanden die Uraufführungen des „Fliegenden Holländer“ und „Rienzi“ statt.

Nachdem er sich im Umfeld revolutionärer Kreise aufhielt, selbst Thesen zur Revolution im Kunst- und Theaterbetrieb aufstellte, floh er aus Deutschland in die Schweiz. Im Exil entstand seine Festspielidee unter dem Namen „Gesamtkunstwerk der Zukunft“.

In Relation zu den revolutionären Strömungen verfestigte sich die Idee der Veränderung im Theaterbetrieb, ein Teilauszug aus Wagners Mitteilung an Freunde 1851:

„…An eine Aufführung kann ich erst nach der Revolution denken: Erst die Revolution wird mir die Künstler und die Zuhörer zuführen….Aus den Trümmern rufe ich mir zusammen, was ich brauche:…und führe im Laufe von vier Tagen mein ganzes Werk auf: mit ihm gebe ich den Menschen der Revolution dann die Bedeutung dieser Revolution, nach ihrem edelsten Sinne, zu erkennen.

Die Realisierung der Festspiele wurde anfangs durch finanzielle Hürden erschwert, bis König Ludwid II. als wichtigster Geldgeber fungierte. König Ludwig II. schenkte Richard Wagner ein Grundstück in der Vorstadt St. Georgen. Nach jahrelangem Bau, Gewährung eines Kredites durch König Ludwig (1,7 Mio. Euro) im Jahre 1874, stand den Festspielen nichts mehr im Wege. Im gleichen Jahr gelang Richard Wagner die Fertigstellung seiner Komposition „Ring des Nibelungen“.

Die ersten Festspiele wurden 1876 in Bayreuth vorgeführt, der Fortbestand wurde 6 Jahre danach mit Vollendung seines „Weltabschiedswerk“, dem „Parsifal“ gesichert. Im Rahmen der zweiten Festspiele wurde daraufhin Parsifal als Weltpremiere 1882 aufgeführt. Ab diesem Zeitpunkt waren die Festspiele dank großartigem Erfolg finanziell abgesichert, und konnten nunmehr regelmäßig in Bayreuth für die zahlreichen Opern- und Theaterbegeisterten aufgeführt werden.

Richard Wagner war nicht nur ein berühmter Komponist, er galt als Erneuerer der „Oper“, Schriftsteller, Dramatiker, Theaterregisseur, Dichter und Dirigent. Ohne Zweifel beeinflusste Richard Wagner wie kein anderer mit seiner Festspielidee die Musikgeschichte. Jedes Jahr strömen hunderte Musikbegeisterte zum Klassik-Event der Richard-Wagner Opern nach Bayreuth.

Co. Autor Christian Rother

Quelle: www.bayreuther-festspiele.de , http://www.planet-wissen.de/geschichte/persoenlichkeiten/richard_wagner/index.html