Musikalienhandlung M. Oelsner – seit 1860

Die Musikalienhandlung M. Oelsner in Leipzig ist eines der ältesten deutschen Notenfachgeschäfte und wurde 1860 als Antiquariat gegründet.

Im Leipziger Kramerhaus wurde am 21. Februar 1860 die Antiquariatsbuchhandlung von Karl Gustav Stangel eröffnet. 1876 wurde Landelin Kaeseberg Inhaber der Buchhandlung, der Buchhändler Maximilian Oelsner (1859–1912) wurde am 1. November 1879 Mitinhaber. Am 1. Juli 1880 übernahm Maximilian Oelsner das Geschäft vollständig, machte daraus eine Sortimentsbuchhandlung und benannte diese 1881 in M. Oelsner um. 1884 wurde in Leipzig das „Neue Gewandhaus“ eröffnet. Dies war Grund genug das Oelsner sein Geschäft um eine Musikalienabteilung und ein Musikantiquariat erweiterte.

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Nach dem Tod Maximilian Oelsners 1912 wurde sein Sohn, der Diplom-Kaufmann Curt Oelsner am 5. März 1912 Inhaber. Curt Oelsners Witwe, die Malerin Johanna Oelsner, führte ab dem 18. Juni 1937 nach dem Tod ihres Mannes das Geschäft weiter. Am 1. Juli 1969 übergab sie die Firma – die sich während der gesamten DDR in Privateigentum befand – ihrem Enkel, dem Musikwissenschaftler Michael Rosenthal (* 1941).

Viele bekannte Musiker waren oder sind Kunden der Musikalienhandlung, wie z. B.:

Max Reger, Arthur Nikisch, Karl Straube, Yehudi Menuhin, Lucia Popp, Edda Moser, Dietrich Fischer-Dieskau, Peter Schreier, Kurt Masur oder Riccardo Chailly. 1975, nach dem Verbot der Klaus Renft Combo, stand übergangsweise sogar Klaus Renft hinter der Ladentheke. M. Oelsner ist eine von nur noch sehr wenigen Musikalienhandlungen in Deutschland, die das Kerngeschäft i mit Noten macht, in Sachsen ist sie die einzige ihrer Art.

Der Inhaber von M. Oelsner, Michael Rosenthal, ist Mitglied des Beirats für das Deutsche Musikarchiv der Deutschen Nationalbibliothek, außerdem gehört er dem Direktorium der Neuen Bachgesellschaft an. Das Sortiment umfaßt heute Noten aller Art, Musikliteratur, Konzert- und Theaterkarten für alle Genres, Musikantiquariat, Klassik-CDs, Kleininstrumente, Saiten und Notenständer. Neben dem Ladengeschäft wird ein umfangreicher Versand innerhalb Deutschlands und in das Ausland durchgeführt.

Noch immer ist der Notenbereich mit intensiven Recherchen das Kerngeschäft. Daneben hat auch der Kartenvorverkauf für alle Sparten schon Tradition. Seit 1990 bereichern CDs und später DVDs das Sortiment. 2010 konnte mit einem eindrucksvollen „Tag der Begegnung“ das 150-jährige Bestehen gefeiert werden. Neben zahlreichen Gratulanten würdigten Presse und Funk das beeindruckende Jubiläum deutschlandweit.

 

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Öffnunszeiten

Montag

9:00 bis 18:30

Dienstag

9:00 bis 18:30

Mittwoch

9:00 bis 18:30

Donnerstag

9:00 bis 19.00

Freitag

9:00 bis 18:30

Samstag

9:00 bis 13:00

Sonntag

Geschlossen

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