Ed Sheeran (Divide) 2017

Ein Beitrag von Claus Müller – Printmagazin „analog“

Ed Sheeran ist ein Mega – Erfolg beschert. Bereits nach der Veröffentlichung seines dritten Album (Divide) hat er so gut wie alle Rekorde gebrochen und alle Preise eingeheimst. Aber was ist das? Woran liegt das ? Wenn ich meine 12-jährige Tochter frage, so bekomme ich die Antwort, dass diese Musik „einfach ankommt“. Wenn ich an  meine Jugend zurückdenke und mich frage, warum Musik gut ankam, so wollte ich dies gar nicht so genau wissen.

Heute interessiert mich das und so starte ich eine kleine Marktanalyse. Im Vordergrund steht und standen die Musik und die „Message, also die inhaltliche Aussage, die ein Künstler mir seinem Kunstwerk ausdrücken will. Bei Ed Sheeran wird diese Botschaft durch das intelligente Zusammenbringen von Musikstilen begünstigt.

Es sind Rap, traditionelle Anleihen (irisch, Folk, Latin, Afrika),aber auch geschickte Melodielinien, die Lieder zu kleinen Hymnen werden lassen. Sie sind sehr ehr sparsam instrumentiert und auf das wesentliche reduziert.

Sie sind gut,  verständlich und intensiv gesungen. Der Künstler, dessen Erscheinung wie die des freundlichen Nachbarn von nebenan wirkt, so ein absoluter Kumpel-Typ, mit natürlicher Frisur, mimt den „anfassbaren“ Popmusiker ohne Start-Allüren, Das kommt an! Er geht gerne alleine mit Gitarre und Loopmaschine auf die Bühne, was sein Können und seine Authentizität unterstreicht. Er erscheint nicht „produziert“, er setzt auf gute Handwerkskunst und findet gesanglich auch ohne technische Unterstützung den richtigen Ton. Seine Lieder und Texte kommen von Ihm, aus dem Herzen, aus dem Bauch. Sicherlich sind diese von einfacher Art wie der populären Musik üblich und erfüllen keine hohe Anspruchshaltung. Es sind inhaltlich auch nichts Neues (was sollte dies auch sein?). Es sind Liebschaften, Freundschaften, Beobachtung.

Die Vinyl Platte wurde mit besten Klangnoten bewertet und auch die Musik bekam eine glatte 1,5 – 2.

Mehr über diesen Artikel in der Ausgabe 01.2018 „analog“ das Magazin / Zeitschrift für analoge Musikwiedergabe oder auch auf https://aaanalog.de/

 

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