George Lynch – einer der besten Gitarristen des melodischen Hardrock

Als Gitarrist der melodischen Glam-Metal-Band „Dokken“ wurde George Lynch, geboren am 28. September 1954 in Spokane, Washington in den 80er Jahren weltbekannt. Heute tritt er mit seinen Bands „Lynch Mob“ und „Souls of We“ auf.In der gerade aufkommenden L.A.-Szene hinterließ Lynch mit seinem prägnanten Ton, die Kombination aus High-Speed-Lieks und melodiösen Parts, das extensive Vibrato sowie die charakteristischen Pinch-Harmonics einen starken Eindruck.

Als Lynch bei Dokken einstieg ist er schon lange in Geschäft. Schon in der Dekade zuvor spielte er mit seiner Band „The Boyz“ in den Clubs auf dem Sunset Strip. Bei diesen Gigs traf er immer wieder Kollegen wie Van Halen oder Quiet Riot mit Randy Rhoads. Mit ihm stand er 1979 in Konkurrenz um die Rolle des Gitarristen bei der gerade entstehenden Soloband von 0zzy 0sbourne. Lynch zieht den Kürzeren und schließt sich kurz darauf Don Dokken an. 1981 erscheint mit „Breaking the Chains“ das gemeinsame Debüt. Auch in Deutschland wird man schnell auf die Band aufmerksam da die Scheibe im Studio von Dieter Dierks in Pulheim bei Köln aufgenommen wurde.  Don Dokken ist zwischenzeitlich auch auf dem Scorpions-Album „Blackout“ als Background-Sänger zu hören. Udo Lindenberg lädt Lynch und seine Dokken-Kollegen Juan Croucier (Bass) und Mick Brown (Schlagzeug) 1982 für seine LP „Keule“ ins Studio ein. Vier Nummern bringt das Trio und setzt neue Härteakzente im Sound des Deutschrock-Pioniers. Nochmals bemüht sich Lynch um Anschluss an 0zzys Band, muss jedoch nach einer ersten Zusage Jake E. Lee den Vortritt lassen.

Dokken hingegen wird immer erfolgreicher, es geht steil bergauf: Nach dem „Tooth and Nail“ von 1984 folgt Ende des nächsten Jahres der Klassiker „Under Lock and Key“.

Mitte der 80er gewinnt Dokken und ganz speziell Lynch als Gitarrist Fans auf der ganzen Welt. Nach Tokio kommt die Band im Rahmen der Tour zu „Under Lock and Key“ 1985. Dort kommt Lynch erstmals mit den Instrumenten von ESP in Kontakt. Er sucht nur einen Ersatzhals für eine seiner Äxte, probiert dann jedoch eine der Gitarren der Firma aus und ist sofort begeistert. Damit beginnt eine Liaison, die bis heute hält. Im Jahre 1986 wird Lynch neben Ron Wood zu einem der ersten internationalen Endorser. Die folgenden Jahre laufen gut. Ihren kommerziellen Höhepunkt erreichen Dokken 1987 mit „Back for the Attack“. Hierauf enthalten ist das Highlight die Instrumentalhymne „Mr. Scary“. Auch die Live-Scheibe „Beast from the East“ 1988 findet zahlreiche Käufer, wird jedoch der letzte gemeinsame Coup für lange Zeit sein. Aufgrund diverser Differenzen mit Dokken zieht Lynch die Konsequenz und verläßt die Band schließlich 1989. Er gründet Lynch Mob. Für zwei Alben kommen Lynch und Dooken nochmals zusammen. Die Zeit der großen Erfolge ist jedoch vorbei. Dokkens bis dato letztes Werk „Broken Bane“ (ohne Mitwirkung von Lynch) wurde 2012 veröffentlicht. 2015 kam ein weiteres Lynch-Mob-Album auf den Markt.

Heute spricht George Lynch die Massen bei weitem nicht mehr so an wie früher, jedoch bleibt die Verbindung zwischen ihm und ESP intensiv. Zwei starke Argumente sprechen dafür: die Loyalität der Japaner zu einem ihrer wichtigsten Botschafter und der Chef von ESP in den USA, Matt Masciandaro, hat bis 1986 für Lynch als Techniker gearbeitet. Aktuell bietet ESP einige der klassischen Modelle an, mit denen Lynch bereits in den 80ern gespielt hat. Z.B. die „Powerstrats“ im auffälligen Grafikdesign mit Floyd-Rose Vibrato und Steg-Humbucker. Ursprünglich sind sie mit Pickups von Seymour Duncan bestückt. Lynch bekommt mit dem „Screamin‘ Demon“ ein eigenes Signature-Modell der Firma. Mittlerweile setzt Lynch auf Tonabnehmer der Firma „Arcane“, einer Edelschmiede mit Sitz in North Hollywood. Für ihn entwirft sie den Humbucker „Mr. Scary“, der bei seinen Signatures am Steg zum Einsatz kommt; am Hals sitzt außerdem ein Custom gefertigtes „Desert Eagle“-Modell. Ergänzt wird das ESP-Lynch-Setup durch eine klassisch gehaltene LTD mit HSS-Bestückung und Vintage-Vibrato sowie ganz neu durch eine Akustikgitarre unter dem Label „Tombstone“.

 

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