Sein Name war Connery, Sean Connery und die Filmmusik der James Bond Filme

Als James Bond wurde der Schotte ein Weltstar. Auch mit vielen anderen Rollen wird er unvergessen bleiben. Nun ist Sir Sean Connery am 31.10.2020 m Alter von 90 Jahren gestorben.

Seine Paraderolle als James Bond

Das Etikett des James Bond belastete Sean Connery deutlich länger, als ihm lieb war. Innerhalb von sechs Jahren wurden die ersten fünf Bond-Filme („James Bond jagt Dr. No“, „Liebesgrüße aus Moskau“, „Goldfinger“, „Feuerball“ und „Man lebt nur zweimal“) gedreht. Spätestens mit dem dritten Bond-Film „ Goldfinger“ (1965) setzte dann die sogenannte „Bondmania“ der 1960er Jahre ein. Der Film diente als eine Art Blaupause für die späteren Bond-Filme und präsentierte mit Gert Fröbe als Goldfinger das Rollenvorbild für zahlreiche weitere Bond-Schurken. Der Film wurde zum Welterfolg.

Connery wurde zum Weltstar da er diese unvergleichliche Mischung aus Charmeur, Gentleman und Romantiker verkörperte. Danach machte er erstmal Schluss mit dieser Rolle. Aber das war nur für vier Jahre. Danach ließ er sich von den Produzenten durch sehr viel Geld dazu überreden, noch einmal ein einmaliges Bond-Gastspiel in „Diamantenfieber“ zu geben. Die damalige Rekord-Gage von 1,25 Millionen Dollar ging in die Stiftung Scottish International Educational Trust. Dennoch blieb eine satte Beteiligung am Einspielergebnis.

Eine Weltkarriere nach James Bond

Trotz seiner enormen Popularität als Bond-Darsteller konnte Sean Connery in den 1960er Jahren mit keinem seiner weiteren Filme einen echten Kassenhit verbuchen.

Connery hatte den Plan sich nicht auf nur eine Rolle festlegen zu lassen. Sich also von Anfang an vom Klischee des ewigen Bonds fernzuhalten. Das geschah jedoch erst viele Jahre später. In über 80 Filmen spielte Sean Connery mit. Er beherrschte dabei die komplette Palette. Vom Charakterdarsteller bis zum Action-Helden.

Connery spielte mehrfach Rollen in künstlerisch und inhaltlich anspruchsvollen Filmen, die sich stark von den James-Bond-Filmen unterschieden. Der Schauspieler hatte sich auch äußerlich deutlich verändert und erinnerte, gealtert, in der Regel ohne Toupet und mit mehr Gewicht, kaum noch an den schneidigen Agenten-Darsteller der 1960er Jahre.

In „Verflucht bis zum jüngsten Tag“ (1970) spielt er einen irischstämmigen Bergarbeiter in Pennsylvania; ein paar Jahre später tritt er in dem kompletten SF-Film „Zardoz“ nur mit einem knallroten Slip auf. Eigentlich optisch der maximal-mögliche Abstand zu Bond.

Noch 1989 kürte das amerikanische People Magazine den damals 59-Jährigen zum Sexiest Man Alive.

Sag niemals nie

Als er 1983 das Angebot bekam, noch einmal James Bond zu spielen, war es nicht nur die millionenschwere Gage, die ihn überzeugte, sondern auch das Prinzip Rache, das ihn zustimmen ließ. „Sag niemals nie“ gehört nämlich nicht zu den offiziellen Bond-Filmen der Eon-Productions, sondern entstand in Konkurrenz dazu und wurde fast zeitgleich mit „Octopussy“ ausgestrahlt, in dem Roger Moore Bond spielte.

Nach dem siebten und letzten Bond, nahm Connerys Schauspielerkarriere noch einmal Fahrt auf. In dem Fantasy-Epos „Highlander“, das weniger in den Kinos als später in der Videovermarktung seinen Kultstatus erreichte, spielte er den Schwertkämpfer Ramirez. Seinen einzigen Oscar (übrigens auch seine einzige Nominierung) bekam Connery für seine Nebenrolle in dem Gangster-Film „Die Unbestechlichen“. In der Verfilmung von „Der Name der Rose“ glänzte Connery als Franziskaner-Mönch William von Baskerville. Ende der 1980er Jahre spielte Connery dann an der Seite von Harrison Ford den weltfremden Vater von Indiana Jones.

In den 1990er Jahren ging es so weiter. Connerys Filmgagen stiegen weiter und er war gefragt wie nur wenige andere. Ob als U-Boot-Kommandant in „Jagd auf Roter Oktober“ oder als britischer Spion in „The Rock – Fels der Entscheidung“. 2003 drehte er mit 73 „Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen“ seinen letzten Kinofilm.

Die Filmmusik zu Sean Connerys James Bond Filmen

007 jagt Dr. No

Der Film startet mit dem James-Bond-Thema von Monty Norman, das auf Normans Wunsch hin von John Barry arrangiert und eingespielt wurde. Bereits Jahre zuvor hatte Norman das zugrundeliegende Motiv für eine Bühnenproduktion geschrieben. Jedoch machte zweifelsfrei erst John Barrys Jazz-inspiriertes Arrangement aus Bläsern & Surfgitarre das Thema weltberühmt. Auf dem Soundtrack finden sich auch Normans verschiedene Bearbeitungen des karibischen Volkslieds Underneath The Mango Tree und von Three Blind Mice, bezeichnet als Kingston Calypso. Norman hat auf dem Soundtrack zwar ein weiteres James Bond Theme (Titel 17) untergebracht, das jedoch in keinen späteren Bond-Film mehr Verwendung fand. Der Soundtrack erschien erstmals 1962 bei United Artists Records als Mono-LP – alle weiteren Bond-Filmmusiken wurden dann in Stereo veröffentlicht.[9] In den 1980ern wurde eine erste CD-Pressung durch EMI Records herausgebracht. Zum 40-jährigen Jubiläum des Films wurde von Capitol Records 2003 eine neue bearbeitete Fassung veröffentlicht.

James Bond 007 – Liebesgrüße aus Moskau

Das Lied From Russia With Love wurde von Matt Monro gesungen. Im Vorspann wird eine Version ohne Gesang verwendet. Nur im Abspann wird eine Version mit Gesang verwendet. Nachdem er die viel beachtete Instrumentierung im Vorgängerfilm Dr. No durchführte, ist dies der erste komplette Bond-Film des Komponisten John Barry. Erstmals wird von ihm auch ein musikalisches Action-Thema unter der Bezeichnung „007“ in den Soundtrack eingeführt, das von nun an in Bond-Filmen bis einschließlich Moonraker (1979) in Variationen zur Aufführung kommt.

Der Soundtrack erschien erstmals bei United Artists Records im Jahr 1963 auf LP.

James Bond 007 – Goldfinger

Der Soundtrack erschien erstmals bei United Artists Records im Jahre 1964 auf LP und belegte 1965 für drei Wochen Platz 1 in den US-amerikanischen Album-Charts. Auf Drängen von Barry wurde Shirley Bassey ausgewählt, um den Track zu singen. Bassey wurde von Barry mit den Worten zitiert: „Niemand hätte es so singen können wie sie; sie hatte diesen großen dramatischen Sinn.“

Der sehr effektive Einsatz von Musik und verschiedenen Soundeffekten im Film wurde mit dem Oscar für die beste Tonbearbeitung ausgezeichnet. Das Album erreichte Platz 1 auf dem Billboard 200 und verbrachte insgesamt 70 Wochen in den Charts.

James Bond 007 – Feuerball

Der Titelsong sollte zuerst von Johnny Cash interpretiert werden. Cash komponierte seinen Titel Thunderball und nahm im Text Motive aus dem Film auf. Nachdem man sich für den von Tom Jones gesungenen Song entschieden hatte, blieb der Cash Titel bis 1995 unveröffentlicht.

Dann war ein Lied namens Mister Kiss Kiss Bang Bang als Titelsong vorgesehen und bereits aufgenommen worden. Die Melodie des Songs taucht trotzdem im Film auf, als die Melodie, zu der Bond und Fiona tanzen. Außerdem heißt im Film der Club, in den Bond vor Fiona flüchtet, „Kiss Kiss Club“. Die Textfassung sang Dionne Warwick und war bisher nur auf der CD Best of Bond aus dem Jahre 1992 enthalten.

Der Soundtrack erschien erstmals bei United Artists Records im Jahre 1965 auf LP. In den 1980ern wurde eine erste CD-Pressung von EMI herausgebracht. Nach dem 40-Jahr-James-Bond-Jubiläum wurde 2003 eine neu aufgearbeitete Fassung von Capitol Records veröffentlicht. Die Extended Version beinhaltet verlängerte Musikstücke des Original-Soundtracks, die aufgrund der beschränkten Kapazität der LP weggeschnitten wurden.

James Bond 007 – Man lebt nur zweimal

You Only Live Twice ist der Soundtrack für den fünften gleichnamigen James Bond-Film. Es wurde von Bond-Veteran John Barry komponiert. Zu dieser Zeit war dies sein vierter Bond-Film. Das Titellied „You Only Live Twice“ wurde von Nancy Sinatra, der ersten nicht britischen Sängerin der Serie, mit Musik von Barry und Texten von Leslie Bricusse gesungen.

Der Soundtrack war zuvor in zwei Versionen auf CD erhältlich – die erste, eine direkte Neuauflage des LP-Soundtracks, und die zweite, eine erweiterte Neuauflage mit mehreren bisher unveröffentlichten Titeln. Der Filmsoundtrack wurde in den CTS Studios in London aufgenommen.

James Bond 007 – Diamantenfieber

Die Filmmusik wurde von John Barry komponiert. Das von Barry komponierte und von Don Black getextete Titellied Diamonds Are Forever wurde von Shirley Bassey interpretiert, die bereits für Goldfinger das Titellied gesungen hatte. Die Single erreichte Platz 38 in den Charts des Vereinigten Königreichs.

Der Soundtrack erschien erstmals bei United Artists Records im Jahre 1971 auf LP und erreichte 1972 mit Platz 74 seine höchste Platzierung in den US-amerikanischen Album-Charts. Im Jahr 1988 wurde eine erste CD-Pressung von EMI herausgebracht. Nach dem 40. James Bond Jubiläum wurde 2003 eine neue aufgearbeitete Fassung von Capitol Records veröffentlicht. Die Extended Version beinhaltet verlängerte Musikstücke des Original Soundtracks, die aufgrund der beschränkten Kapazität der LP geschnitten waren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.