Singin’ in the Rain vom American Film Institute zum besten  amerikanischen Musicalfilm aller Zeiten gewählt

Singin’ in the Rain ist ein von Arthur Freed und Nacio Herb Brown geschriebener Song aus dem Jahr 1929, der vor allem mit Gene Kellys Performance im gleichnamigen Tonfilm von 1952 assoziiert wird.

Du sollst mein Glücksstern sein (Originaltitel: Singin’ in the Rain) ist ein US-amerikanisches in Technicolor gedrehtes Film-Musical aus dem Jahr 1952 unter der Regie von Stanley Donen und Gene Kelly. Kelly spielt neben Donald O’Connor und Debbie Reynolds auch die Hauptrolle. Singin’ in the Rain wurde vom American Film Institute zum besten amerikanischen Musicalfilm aller Zeiten gewählt, auch viele Filmkritiker schlossen sich dieser Meinung an.

Singin’ in the Rain Filminhalt

Hollywood 1927: Don Lockwood ist ein beliebter Stummfilmstar. Er besucht die umjubelte Premiere seines neuen Films und erzählt einer Reporterin die Geschichte seines Aufstiegs. Mit seiner Filmpartnerin Lina Lamont bildet er nach außen hin auf Wunsch seines Studios Monumental Pictures ein romantisches Traumpaar, doch in Wirklichkeit mag Don die eingebildete Lina nicht besonders, obwohl diese davon überzeugt ist, dass sie ineinander verliebt sind.

Auf dem Weg zu einer Firmenparty wird Don von hysterischen Verehrerinnen bedrängt. Er entkommt, indem er in ein vorbeifahrendes Auto springt, das von der jungen Schauspielerin Kathy Selden gesteuert wird. Auf der Party zeigt der Studioboss R. F. Simpson einen kurzen Vitaphone-Film, der die Möglichkeiten des Tonfilms demonstrieren soll. Die Gäste sind allerdings wenig begeistert. Zu Dons Überraschung springt kurz darauf Kathy aus einer Tortenattrappe. Es stellt sich heraus, dass sie Mitglied einer Mädchen-Tanztruppe ist. Verärgert über Dons Sticheleien wirft sie eine Torte nach ihm, trifft aber dabei Lina ins Gesicht und verlässt die Party fluchtartig. Erst nach wochenlanger vergeblicher Suche Dons begegnen sich die beiden wieder, als Kathy in einer anderen Monumental-Pictures-Produktion tätig ist. Don gesteht ihr seine Liebe.

Nachdem ein rivalisierendes Studio 1927 einen enormen Erfolg mit dem ersten Tonfilm The Jazz Singer erreicht hat, entscheidet R. F. Simpson, dass der neue Lockwood-und-Lamont-Film The Dueling Cavalier als Tonfilm gedreht werden soll. Die Dreharbeiten gestalten sich schwierig. Das größte Problem sind Linas quäkende Stimme und ihr Akzent. Auch eine Sprachlehrerin ist machtlos. Eine Testvorführung des Films gerät – auch aufgrund vieler technischer Probleme – zu einem Desaster. Das Publikum reagiert teils erheitert, teils verärgert.

Dons bester Freund Cosmo Brown hat die rettende Idee. Er schlägt vor, Linas Part von Kathy sprechen und singen zu lassen. Außerdem soll der Film in ein Musical umgewandelt werden: The Dancing Cavalier. Als Lina von den Plänen erfährt, wird sie wütend und versucht alles Mögliche, um Don und Kathy auseinanderzubringen. Als sie auch noch erfährt, dass R. F. Simpson Kathy durch Werbemaßnahmen groß herausbringen möchte, droht sie diesen zu verklagen, wenn er Kathy nicht zwingen sollte, weiterhin ungenannt als ihre Synchronstimme zu arbeiten. Der Studioboss geht widerstrebend darauf ein.

Die Premiere des Dancing Cavalier wird ein riesiger Erfolg. Als die Zuschauer Lina live singen hören möchten, „singt“ sie in ein Mikrofon auf der Bühne, während Kathy hinter dem Vorhang in ein zweites Mikro singt. Don, Cosmo und R. F. ziehen aber allmählich den Vorhang hoch, sodass Kathy zu sehen ist und der Schwindel auffliegt.

Die Geschichte hinter Singin’ in the Rain

1928 begann Hollywood nach dem großen Erfolg von The Jazz Singer mit der Massenproduktion von Tonfilmen. Für die Stars des Stummfilms war die Umstellung mit großen Veränderungen verbunden, viele Stummfilmstars verloren fast schlagartig ihre gesamte Popularität (z. B. Pola Negri).

Der Film stellt einen Höhepunkt des Genres dar, das zu Beginn der 1950er Jahre seine Blüte im Hollywood Studio-System erlebte. Die temperamentvollen Tanz- und Musikszenen ergeben eine perfekte Symbiose aus spielerischer Präzision, ironischer Brechung und übermütigem Elan. Das Musical spielt seine überbordenden Möglichkeiten an Sets und Dekors lustvoll aus und entführt die Zuschauer durch die Verlegung der Handlung zu einem wichtigen Augenblick der Filmgeschichte. Gleichzeitig leistet es sich eine Reminiszenz an die eigene Vergangenheit des Kinos.

Die stilvolle Spielfilmregie von Stanley Donen und die energiegeladene Regie der Tanzszenen durch Gene Kelly ergänzen sich kongenial. Kelly, der eher sportlich, effekt- und komikbezogen choreographierte, repräsentierte einen modernen Typus Tänzer und erwies sich als der rechtmäßige Erbe des eleganten Tänzers Fred Astaire.

Der bei Metro-Goldwyn-Mayer gedrehte Film gibt humorige, aber doch wirklichkeitsnahe Einblicke in die Filmproduktion. Belege dafür sind unter anderem im Bühnenhintergrund herumstehende Requisiten aus dem Film Quo Vadis, der ein halbes Jahr zuvor ebenfalls bei MGM produziert wurde. Ob sie eigens für den Film aus dem Magazin geholt oder eventuell von den Cinecittà-Studios geholt wurden und immer noch da standen, ist unwichtig; entscheidend ist, dass die gezeigten Studioräume wirkliche Studioräume von MGM sind.

Der Song Singin’ in the Rain

Das Lied Singin’ in the Rain, das im Film von Gene Kelly gesungen wird, stammt aus dem Jahr 1929. Es wurde erstmals in The Hollywood Revue of 1929 präsentiert. 2004 wählte das American Film Institute das Lied auf Platz 3 in die Liste AFI’s 100 Years … 100 Songs der 100 besten US-amerikanischen Filmsongs.

Nach dem Zweiten Weltkriege war Singin’ in the Rain bereits zu einem beliebten Jazzstandard geworden, den Pianisten wie Dave Brubeck und Oscar Peterson und die Vokalistinnen Eydie Gormé und Lena Horne interpretierten. Auch Sammy Davis jr. und Doris Day hatten ihn im Repertoire.

A Clockwork Orange von Stanley Kubrick und Singin’ in the Rain

Das Titellied ist auch in einer weiteren bekannten Szene der Filmgeschichte zu hören. Im Film Uhrwerk Orange von Stanley Kubrick singt die Hauptfigur, gespielt von Malcolm McDowell, das Lied während einer drastischen Darstellung eines Raubüberfalls. Der Abspann des Films ist zudem mit dem von Gene Kelly gesungenen Original unterlegt.

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